Himmlisch? Teuflisch? Menschlich! Kulturhaus Mörfelden 25.01.2009 Frankfurter Neue Presse v. 26.01.2009
Himmlisch teuflisch und menschlich
Mörfelden-Walldorf. Trennendes und Verbindendes gleichermaßen wollen die sechs Mitglieder des Autorenkreises «Semikolon» aus Mörfelden-Walldorf mit ihrer Namensgebung betonen. Im Frühjahr 2007 schlossen sich sechs Autorinnen, Katharina Bernhard, Ute Betz, Ulrike Gähtgens-Maier, Gabriele Otto-Jourdan, Brigitte Pons und Caroline Sonnabend zusammen. Allen gemeinsam ist ihr Wohnort, drei Literatinnen kommen aus Mörfelden, drei aus Walldorf. Das neueste Ergebnis ihrer Zusammenarbeit konnten die Zuhörer gestern in der Stadtbücherei Mörfelden auch käuflich erwerben: Unter dem Titel «Himmlisch? Teuflisch? Menschlich!» ist ein Buch mit Erzählungen und Gedichten entstanden.
«Jeder hat ein paar Lieblinge herausgesucht», beschrieb Brigitte Pons den Auswahlprozess. Von der Idee bis zur Umsetzung ging alles sehr schnell. «Am 16. November haben wir beschlossen, ein Buch zu machen, in der ersten Januarwoche kam es heraus», freute sich die Schriftstellerin. Um ihren Lesern nicht die Neugier auf die Lektüre zu verderben, stellten die Mitglieder des Autorenkreises unter dem Motto «Metamorphosen» Kurzgeschichten und lyrische Werke vor, die nicht im Buch enthalten sind.
«Am Jahresanfang verändert sich viel», erklärte Pons die Themenwahl für die Lesung. Sie trug ihre humorvoll-satirische Geschichte «Plädoyer für einen Zombie» vor, in der es um den geistigen und körperlichen Niedergang eines Mannes geht, der zu viel Privatfernsehen geschaut hat. Ihr folgte Caroline Sonnabend mit ihrer «Prinzenrolle». Im Mittelpunkt dieser Kurzgeschichte steht eine Familie, die sich während der Trauerfeier für den Patriarchen um das Erbe streitet.
Gabriele Otto-Jourdan nahm die Zuhörer mit auf ein Klassentreffen, bei dem sich auf den ersten Blick auch nach 25 Jahren nichts verändert hatte. Die «Metamorphose einer Beziehung» in der sich die Frau entschließt, Rituale zu durchbrechen, beschrieb Ulrike Gähtgens-Maier. Besonders aktuell wurde es beim Beitrag von Ute Betz. Sie ließ eine Frau fortgeschrittenen Alters die Bankenkrise analysieren. Zwischen den Beiträgen ihrer Kolleginnen lockerte Katharina Bernhard die Stimmung mit lebhaft vorgetragenen Gedichten auf.
Wer Informationen zu dem Buch wünscht, kann sich an Brigitte Pons wenden, Telefon (0 61 05) 7 31 39, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . jdo


